Geschichte der Glasmalerei
Die Glasmalerei wird seit dem 14. Jahrhundert betrieben und verbreitete sich ab dem 16. Jahrhundert von Italien ausgehend in ganz Mitteleuropa. Bald ging man zur Massenherstellung über, die nicht in Betrieben, sondern in Großfamilien erfolgte. Die Glasmalerei war für sehr viele bäuerliche Familien eine Winterbeschäftigung.
Seit den 1970er Jahren erlebt die Glasmalerei eine Renaissance. Dabei werden auf eine dünne Glasscheibe lichtundurchlässige Farben aufgetragen. Heute werden dazu vor allem Acrylfarben verwendet. Wenn man jedoch die Konturen mit Tinte und einer Feder aufträgt, empfiehlt es sich, stattdessen Ölfarben zu verwenden. Die Farben wirken auf diese Weise auch viel authentischer.
Verfahren
Bei der Glasmalerei werden zuerst die Konturen gezeichnet, dann die Sujets ausgemalt. Erst zum Schluss wird der Hintergrund gemalt. Es können auch andere Materialien wie Blattgold oder Stanniolpapier verwendet werden. Eine Variante der Glasmalerei sind die Glasradierungen, bei der das Glas eingefärbt oder mit Ruß eingeschwärzt und dann Motive herausgekratzt werden.
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